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Rasse
Hochlandrinder sind genügsam. Sie leben ganzjährig
ohne Unterstand im Freien, am liebsten auf
weitläufigen kargen Wiesen. Kälte und Regen mögen sie
lieber als Sommerhitze. Das undurchdringliche Fell mit
langem Oberhaar und dichtem Unterhaar isoliert bei
extremen Witterungsbedingungen perfekt. Wir haben
Hochlandrinder bei anderen Züchtern gesehen, die einen
Unterstand auf der Weide hatten, bei hartem Frost,
starkem Schneefall und strömendem Regen – draußen
neben dem Unterstand, aber fast nie darin.
Hochlandrinder sind klein und widerstandsfähig.
Kühe wiegen bei 110-120 cm Widerristhöhe zwischen 450
und 550 kg, Bullen bei 125-135 cm Widerristhöhe
zwischen 650 und 750 kg. Krankheiten sind Ihnen nahezu
unbekannt. Den Tierarzt sehen sie in der Regel nur
einmal im Jahr zur Parasitenbekämpfung und zur
amtstierärztlich vorgeschriebenen serologischen
Kontrolluntersuchung. Ansonsten verbringen sie ihre
Zeit in paradiesischer Freiheit und Naturbelassenheit,
fressen im Sommer das Gras von der Weide, im Winter
Heu und Stroh, und führen ein Leben wie aus einer
anderen Zeit.
Hochlandrinder sind langlebig und fruchtbar. Kühe
von über 20 Jahren mit mehr als 15 aufgezogenen
Kälbern sind keine Seltenheit. Sie sind perfekte
Mütter und bringen ihre Kälber oft im zeitigen
Frühjahr noch bei Frosttemperaturen ohne jede Hilfe
zur Welt. Die Kälber leben bis zu 10 Monate mit ihren
Müttern und dem Bullen in der Herde und werden vor der
Geburt des nächsten Kalbes im knappen Jährlingsalter
abgesetzt.
Hochlandrinder sind gutmütig und gelassen. Sie
entwickeln bei regelmäßigem Kontakt ein sehr
persönliches Verhältnis zu ihrem Besitzer. Sie lassen
sich gern striegeln und betteln, wenn sie es einmal
gelernt haben, förmlich um kleine Leckerbissen – ein
trockenes Brötchen, einen Apfel, eine Handvoll
Getreideschrot.
Hochlandrinder sind einfach anders.
Und das Wichtigste: Hochlandrinder sind einfach
schön.
Das
Hochlandrind ,Qualität
aus der Natur
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Haltung: |
Hochlandrinderherden sind ganzjährig im
Freien und ernähren sich nur von Gras
und Heu. In der extensiven Bewirtschaftung
von Grünland und in
Landschaftspflegeprogrammen finden die
rassetypischen Qualitäten Härte und
Anspruchslosigkeit heute eine
ökologisch sinnvolle Verwendung.
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Fleischqualität:
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Hochlandrinderfleisch ist ein langsam
wachsendes, qualitativ sehr hochwertiges und
gesundes Produkt, das absolut natürlich heranwächst. Es ist ein feinfaserig
marmoriertes, cholesterinarmes Rindfleisch
mit einzigartiger Geschmacksfülle.
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Kontrolle: |
Die hier aufgelisteten Hochlandrinderzüchter
haben sich als Mitglieder der Zuchtverbände
dazu verpflichtet, diese lange vom
Aussterben bedrohte Haustierrasse
traditionell und rassegemäß zu
erhalten.
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VDHC-Rassebeschreibung
für das Schottische Hochlandrind
Highland Cattle
Das Schottische Hochlandrind wird
seit über 200 Jahren wegen seiner besonderen
Eigenschaften in Reinzucht in Schottland
gezogen. Das Herdbuch existiert seit 1884.
Hohe Niederschläge und Stürme bei steinigen
und wenig ergiebigen Weiden im Sommer und
sehr lange, nasse und harte Winter ohne
besondere Zufütterung und Stall, waren die
extremen Lebensbedingungen im schottischen
Hochland und auf den vorgelagerten Inseln,
die dieschottischen Kleinbauern hatten, um
diese besonders robusten Tiere als
Mehrnutzungsrinder zu züchten.
Die besonderen Eigenschaften des
Schottischen Hochlandrindes sind:
Robustheit, Langlebigkeit, Gutmütigkeit,
aber auch Wehrhaftigkeit bei guten
Mutterkuheigenschaften.
Nach Deutschland erstmals 1978 zur
landwirtschaftlichen Nutzung eingeführt,
fanden die Highland-Cattle nicht nur wegen
ihrer natürlichen Schönheit in den
vergangenen Jahren schnell eine
explosionsartige Verbreitung, sondern die
Entwicklung in unserer Landwirtschaft und
Flächenstilllegungen, der Naturschutz und
der Wunsch Vieler, ihre Weiden extensiv zu
bewirtschaften, brachten uns eine schon
lange nicht mehr praktizierte, natürliche
Form der Rinderhaltung, die extensive
Mutterkuhhaltung, wieder. Da die in
Deutschland gehaltenen , zum Teil
hochspezialisierten Hochleistungsrassen
diese besonderen Aufgaben nicht erfüllen
konnten, erinnerte man sich der
Robustrinderrassen und insbesondere der
extremen Leistungen des Schottischen
Hochlandrindes. Neben seiner besonderen
Ausstrahlung, seinem stolz und seinem
liebenswerten Charakter mit der
hervorragenden Eigenschaft für die extensive
Haltungsform fand es schnell immer mehr
Freunde.
Mit einer noch größeren Verbreitung,
hoffentlich reinrassiger Tiere, bis in das
nächste Jahrtausend kann gerechnet werden.
Das Schottischen Hochlandrind soll einen
harmonischen Körperbau bei korrekten
Proportionen aufweisen. Es ist je nach
Weidebedingungen und Klimabedingungen im
Herkunftsland, ein klein- bis mittelrahmiges
Rind. Bei uns wird sich , bei nicht zu
frühzeitiger Zulassung zur Zucht, mehr der
größere Rahmen entwickeln. Ein kleinrahmiges
Tier, welches unter extrem kargen
Aufzuchtbedingungen groß geworden ist, wird,
infolge seines genetischen Potentials, bei
günstigeren Haltungsbedingungen eine im
Fundament stärkere Nachzucht bringen.
Um züchterische Rückschläge, die vielleicht
nie mehr gutzumachen sind, zu vermeiden,
sollten aber unbedingt alle Bemühungen
gestoppt werden, die das Schottische
Hochlandrind in seiner Robustheit,
Ursprünglichkeit, Vitalität und in seinem
Charakter verändern. Langlebigkeit mit
vielen aufgezogenen Kälbern, die ohne Hilfe
zur Welt kommen, bei äußerst geringer
rassespezifischer Krankheitsanfälligkeit
sind uns wichtiger, als höhere Tageszunahmen
und einige Kilogramm mehr Fleisch am
Hinterviertel.
Schottische Hochlandbullen sind ruhige,
umgängliche Tiere, die, entsprechend
behandelt, bis ins hohe Alter leicht zu
handhaben sind. Bei Mutterkühen, die
wehrhaft sind, sollte man nach der Geburt
doch vorsichtshalber Respekt zeigen.
Bewertet werden die Tiere nach Typ,
Bemuskelung und Form
Kopf
Keine andere Rinderrasse in Deutschland
zeichnet sich durch einen eindrucksvolleren
und malerischeren Kopf aus. Er soll
ausdrucksvoll und harmonisch zum Gesamttier
passen.
Breit zwischen den lebhaften Augen, die von
einem langen buschigen Haarschopf überdeckt
sein sollen, ist er mehr kurz, einem,
gleichschenkligem Dreieck ähnlich. Das
Flotzmaul ist, von der Seite gesehen, kurz.
In der Vorderansicht ist es breit mit großen
Nüstern. Für einen idealen
Landschaftspfleger, bedingt durch
hervorragende Weideeigenschaften, müssen das
Maul und insbesondere das Gebiss fehlerfrei
sein.
Aus verschiedenen Hornformen lassen sich die
unterschiedlichen Blutlinien erkennen. Die
dem Hochlandrind sein majestetisches
Aussehen verleihen, möglichst symmetrischen
Hörner sollen beim Bullen waagerecht aus der
Hornwurzel kommen und kräftig und glatt
sein. Nach kurzem geraden Verlauf in einer
Ebene sind sie nach vorne gebogen. Die
Hörner unterstreichen den maskulinen Typ des
Bullen. In der Regel sind die symmetrischen
Hörner der Kuh sind deutlich länger, an der
Hornwurzel nicht so stark und bei großer
Ausladung nach oben gebogen.
Unterschiedliche Formen sind möglich.
Die buschig behaarten, großen Ohren haben
einen auffallend langem Behang. Sichtbare
genetisch bedingte Deformationen der
knorpeligen Ohrmuschel sind nicht das
Zuchtziel.
Körper
Bei kräftigem Fundament haben die Tiere
einen langen geraden und gut bemuskelten
Rücken. Weitere Merkmale sind ausgeprägte
Brusttiefe, gut angesetzte, runde und tiefe
Rippen, ein breiter Hüfthöckerabstand bei
proportional langem Becken. Die
muskeltragenden Partien Schulter, Brust und
Keule sollen gleichmäßig gut proportionietr
sein.
Haare
Zum Schutz vor Kälte, Regen, Hitze und
Parasiten sollte das den ganzen Körper
bedeckende Fell üppig im Unterhaar und lang
im Oberhaar sein. Es giebt den Tieren ihr
charakteristisches, urwüchsiges Aussehen.
Vorherschende Farben sind rot, gelb und
schwarz; gestromt (brindle), graubraun (dun)
und weiß sind seltener. Weiße Flecken
unterschiedlicher Größe am Unterbauch kommen
vor. Haben Tiere an anderen Körperteilen
weiße Flecken, müssen , um die
Reinrassigkeit nachzuweisen, lückenlos fünf
Generationen dem Zuchtverbandvorgelegt
werden. Sonst erfolgt keine
Herdbucheintragung.
Klauen
Gesunde Klauen sind für leistungsstarke,
langlebige Hochlandrinder eine wichtige
Voraussetzung. Erbbedingte Schwäche im
Fundament führt zu mechanischen
Überbelastungen und zu Klauenerkrankungen.
Eine gesunde Klauenspreizung ist erwünscht.
Nacken
Der ausgereifte Bulle hat die typische
muskulöse Nackenwölbung, die mit welligem
Haar bedeckt ist und seine maskuliene
Erscheinung unterstreicht. Beim weiblichen
Tier bildet der Nacken eine gerade Linie
zwischen Kopf und Schulter.
Rücken
Der gut bemuskelte Rücken soll
verhältnismäßig lang, breit und gerade sein.
Eine im Beckenbereich zum Schwanzansatz hin
leicht ansteigende Rückenlinie begünstigt
die Leichtkalbigkeit.
Schultern
Die ausgeprägten bemuskelten Schultern
sollen fest dem Brustkorb anliegen und keine
Schnürung am Übergang zum Brustkorb
aufweisen.
Becken
Wegen der rassetypischen und haltungsbedingt
notwendigen Leichtkalbigkeit und, um
Kälberverluste zu vermeiden, wird ein
funktionsfähiges Becken gefordert. Aus
diesem Grunde ist eine Zuchtauslese auf eine
stärker bemuskelte Hinterhand problematisch.
Die wulstige Muskelfülle anderer
Fleischrinderrassen ist nicht rassetypisch
für das Schottische Hochlandrind.
Euter
Gefordert wird, seiner wirtschaftlichen
Bedeutung wegen, ein am Bauch fest
ansitzendes Drüseneuter mit nicht zu langen
und zu dicken Strichen, die vom Kalb gut zu
erreichen und leicht anzusaugen sind.
Gliedmaßen
Besondere Beachtung findet die Korrektheit
der Gliedmaßen. Das niedrig gestellte Tier
macht von vorne und oben gesehen einen
stämmigen Eindruck. Die Tiere sollen 20
Jahre und mehr auf diesem Fundament laufen.
Abkalbungen in diesem Alter sind keine
Seltenheit und unterstreichen so die hohe
Wirtschaftlichkeit der Mutterkühe.
Highland Cattle sind spätreif; weibliche
Tiere können jedoch schon mit 6 Monaten
geschlechtsreif werden. Färsen sollten nicht
vor einem Alter von 30 Monaten erstmals dem
Bullen zugeführt werden. Bullen sollten
nicht sogleich nach der möglichen Körung von
12 Monaten als Deckbulle in der Herde
eingesetzt werden.
Die Bullen sind nur weidemastfähig. Das
ideale Schlachtalter der Bullen und Ochsen
bei ganzjährigem Weidegang liegt bei 24-30
Monaten. Die Tierkörper hängen etwa 14 Tage
ab und liefern ein sehr wertvolles
Quallitätsfleisch.
Maße und Gewichte:
Kühe
Bullen
Widerristhöhe
110-120 cm
125-135 cm
Gewicht
400-580 kg
650-750 kg
Geburtsgewicht
20- 25 kg
23- 30 kg
365 Tagesgewicht
190-250 kg
220-300 kg
Erstkalbealter
um 40 Monate

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