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BIGS - BIERGERINITIATIV GEMENG SUESSEM

Membre-fondateur de la plate-forme commune "Fir Mobilitéit mat Zukunft!"

Pressemitteilung

20.10.2002

Die 'Biergerinitiativ Gemeng Suessem' begrüsst es, dass der Gemeinderat Niederkerschen sich am 11. Oktober in einer Resolution einstimmig gegen den Bau der geplanten Verbindungsautobahn "Bascharage/Biff-Hautcharage/Linger-Clemency-Sélange" ausspricht.

Wir teilen die Auffassung, dass der Bau dieser Trasse die jetzige Collectrice du Sud vollends zu einer Transitautobahn zweckentfremden würde, mit Anschluss einerseits an die Autobahnen nach Metz sowie in Kürze nach Saarbrücken, und andererseits an das belgische Autobahnnetz. Erinnern wir daran, dass seinerzeit die Collectrice du Sud einzig und allein den Zweck erfüllen sollte die Ortschaften vom regionalen Durchgangsverkehr zu entlasten.

Wir bedauern deshalb, dass der Gemeinderat Niederkerschen einen Ausbau der Collectrice du Sud auf vier Spuren zwischen Biff/Bascharage und dem PED als mögliche Alternative ansieht. Das läuft nämlich für die Anrainergemeinden der Collectrice auf das Gleiche hinaus wie ein Anschluss an das belgische Autobahnnetz über Clemency-Sélange: eine Zunahme des Transitverkehrs wird zu erhöhten Lärm- und Schadstoffbelastungen entlang der Collectrice führen. Der Regionalverkehr wird wieder in die Ortschaften ausweichen.

Desweiteren bedauert die 'Biergerinitiativ Gemeng Suessem' zutiefst, dass der Gemeinderat Niederkerschen an seiner Forderung zum Bau einer Umgehungsstrasse festhält ("l'absolue nécessité de réaliser indépendemment de toute autre réalisation routière le contournement de Bascharage"). Bekanntlich soll die Trasse dieser Umgehungsstrasse in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten über das Territorium der Gemeinde Sassenheim führen. Einerseits wendet man sich gegen ein Projekt, von dem man glaubt es stosse auf zuviel Widerstand in der eigenen Bevölkerung, andererseit verlangt man die Verlagerung der eigenen Verkehrsprobleme in die Nachbargemeinde. Das Gebiet über das die Trasse führt wird übrigens sowohl von der Bevölkerung aus Sassenheim wie auch aus Niederkerschen als Naherholungsgebiet genutzt.

Nach unserer Auffassung wird die geplante Umgehungsstrasse gemeinsam mit der Umgehungsstrasse Dippach ein Bestandteil einer neuen Nord-Südverbindung zwischen der "Nordstadt" einerseits und dem PED sowie den Industriebrachen Esch-Belval andererseits. Es genügt hierzu, die Planungslücke die 'noch' zwischen der Westtangente und der Umgehungsstrasse Dippach besteht zu schliessen.

Sowohl der Ausbau der Collectrice auf vier Spuren als auch die sogenannten Umgehungsstrassen werden eine Verlagerung des Verkehrs vom Zentrum in den Süden mit sich bringen. Das wird deutlich wenn man sämtliche Projekte auf einer Landkarte einträgt.

Wir haben allergrösstes Verständnis dafür, dass die Bevölkerung aus Niederkerschen sich nicht mit der bestehenden Verkehrssituation abfinden will.

Die Lösung der Verkehrsprobleme kann aber nicht durch eine Verlagerung des Verkehrs sondern nur durch dessen Vermeidung erfolgen.

Es ist höchste Zeit substanziell in den öffentlichen Tansport zu investieren, damit dieser endlich zu einer echten Alternative zum Auto wird (Neuanschaffungen CFL, Ausbau/Umbau des Hauptbahnhofs in Luxemburg, Anbindung Kirchberg an das Eisenbahnnetz, BTB, en Tram fir de Süden und und und) Wir fordern einen grenzüberschreitenden Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs um das Pendlerproblem in den Griff zu bekommen. Um aktiv an der Gestaltung der Südregion teilzuhaben reicht es nicht auf Initiativen seitens der Regierung zu warten. Deshalb unser Aufruf an alle im Gemeindesyndikat Pro-Sud zusammengeschlossenen Gemeinden sich gemeinsam mit dem Thema Mobilität zu befassen.

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