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Umgehungsstrasse Bascharage

 

In meinen vorigen Briefen habe ich die Thematik der Umgehungsstrassen schon reichlich illustriert. Hier kommt aber jetzt das spannende Weiterführungsszenario. An der Umgehungsstrasse von Bascharage hängt noch ein ganzer Rattenschwanz. Den Leuten wird nur ein Bruchteil dessen erzählt, was wirklich gebaut werden soll. Salamitaktik in Reinkultur!!

Die Umgehungsstrasse von Bascharage wird weiter geführt werden bis hinter Dippach, das ist ja schon bekannt. In der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Beles vom 12. September 2003 wurde der Plan von den Herrn Molitor und Biwer von Ponts et Chaussées vorgestellt. Würde die Trasse nämlich hinter Bascharage enden, würde es ja hier schon stauen. Man darf also nicht von einer lokalen Umgehungsstrasse sprechen! Von Bascharage aus nach Schouweiler, dann nach Dippach, so sieht die Strecke jetzt aus! Hier mündet die zwei Mal eine Spur umfassende Umgehungsstrasse nach europäischer Norm gebaut (so dass auch der Schwertransport über diese Strecke fahren kann) dann in der Luxemburger Strasse. Der Stau ist jetzt bis hierhin verlagert worden. Das ist eine beachtliche Leistung! Wie lange wird es nun wohl dauern bis man die Strecke verlängern wird bis zum rond-point Concorde? Und dann weiter bis zu der Auf- und Abfahrt der Areler Autobahn bei der Helfenterbréck? Dies alles ist nur eine Frage der Zeit.

Wenn man dann den in einen Leserbrief getarnten Aufruf des Mamer Bürgermeisters Gilles Roth (LW 3.9.2003), zu einer Umgehungsstrasse von Mamer liest, dann kann man sich ja schon vorstellen wo diese angeschlossen werden soll. Zur einen Seite an die Westvariante der Nordstrasse, zur anderen Seite an die Umgehungsstrasse von Bascharage/Schouweiler/Dippach. So wird sich das Straßennetz schließen. Man schafft eine autobahnähnliche Nord-Südverbindung zwischen der Collectrice du Sud bei Bascharage und der „Nordstrooss" bei Kehlen (Ettelbrück – PED resp. bis zu den Industriebrachen in Esch/Alzette). Viele kleine Umgehungsstrassen werden systematisch mit dem bestehenden Autobahnnetz verknüpft. Herr Molitor hat in einem Interview im Tageblatt Nr. 22 vom 25. Mai 2002 damals schon bestätigt. Zitat: „ Wir planen Strassen bewusst multifunktionell: Sie sollen Orte entlasten und eine Transitfunktion haben."..."Wir wollen also Umgehungen und Autobahnen vernetzen." Diese wird eine weitere problematische Sammelstrasse bilden, was der Öffentlichkeit selbstverständlich verschwiegen wird.

Was aber am interessantesten bei dem ganzen Szenario ist, dass sämtliche Verkehrsflux sich auf der BIFF wiederfinden werden. Die Biff, die jetzt schon total überlastet ist mit Verkehr. Es wird wohl auch nur eine Frage der Zeit sein um an diesem Punkt eine Lösung finden zu müssen. Diese Lösung könnte dann heißen eine Verdopplung der Spuren über Petange oder vielleicht die Anbindung über Sélange oder vielleicht beide Szenarien, denn wer weiß?

 

 

Myriam Cecchetti

Präsidentin der Biergerinitiativ Gemeng Suessem

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