Retour op Sait Presseberichter

Unser Naherholungsgebiet

Gestern abend sind wir, 3 Kinder und ihre Eltern, in Sassenheim durch den „Huele Wee" spazieren gegangen. Wir haben die Stille so richtig genossen. Wir hörten hier und da ein paar Vögel zwitschern, wir sahen Schmetterlinge, es begegneten uns Leute mit ihren Hunden, Radfahrer, Jogger, Skater, andere Eltern mit Kindern, .. Jeder von Ihnen schien diese Atmosphäre zu genießen. Da es schon relativ spät war, war es auch nicht mehr so schwül, die Luft war sogar etwas kühl geworden.

Etwa auf halber Strecke hörten wir Musik, ach ja heute spielt ja eine luxemburgische Gruppe in Bascharage. Der Handballverein hat zum Ball eingeladen. Dieser Ball findet in der Halle einer luxemburgischen Busgesellschaf statt, die in der „Zone artisanale Bommelscheier" ihren Sitz hat. Es hat uns überhaupt nicht gestört, wir sind eine Zeitlang stehen geblieben um der Musik zuzuhören.

Als wir weitergingen, wurde uns klar, dab diese Halle ja bei weitem nicht so nahe an „unserem" Naherholungsgebiet liegt, wie die Umgehungsstrasse, die zwischen Bascharage und Sassenheim auf Sassenheimer Terrain gebaut werden soll. Wir haben uns den Lärm und Gestank der Lkws und Pkws vorgestellt. Wir könnten es nicht ertragen, dab diese Idylle so zerstört würde.

Frau Hennicot und Herr Wolter können noch so schön reden wie sie wollen, sie werden uns nicht weismachen können, dab es elegante Lösungen gibt wie z.b. Tunnels oder Brücken (für das Fussvolk, Radler, Skater,...) um ein in zwei geschnittenes Naherholungsgebiet miteinander zu verbinden oder auch Lärmschutzwälle oder aber Tunnels für die Umgehungsstrasse... Wir sind gebrannte Kinder und schenken dem schon lange keinen Glauben mehr. Schlieb lich hat man uns schon ein Mal all diese Märchen erzählt, und das ist noch gar nicht so lange her, nämlich als die Collectrice du Sud gebaut wurde. Fragen Sie mal die Einwohner die in Zolver und Ehleringen in und um die „rue Aessen" oder in Sassenheim in der „Cité Tornaco", um nur einige zu nennen, wohnen. Diese werden Ihnen ein Lied davon singen, wie lärmberuhigt die Strassen vor der Haustür sind und wie viel Lärm die Tunnels und Lärmschutzwalle abfangen. Sie sind so zufrieden, dab sie nicht mal mit offenem Fenster nachts schlafen können.

All die Kompensationsmab nahmen wie z.b. neue Bäume anpflanzen, oder auch die Nationalstrab e zurückbauen wurden nie geleistet. Glauben Sie denn, dass diese jetzt geleistet werden würden? Ich nicht!

Dann kommen noch die hohen Belastungen der Abgase hinzu. Neue Strasse, neuer und mehr Verkehr, mehr Abgase, mehr Belastungen. Unsere Kinder und wir selbst leiden jetzt schon massiv an Allergien, wir müssen dies nicht noch fördern. Es müssen andere, bessere Lösungen gefunden werden. Der öffentliche Transport muss massiv erweitert und verbessert werden! Wir wollen keine neue Umgehungsstrasse in so einem wichtigen Naherholungsgebiet!

Myriam Cecchetti

Präsidentin der „Biergerinitiativ Gemeng Suessem"

Retour op Sait Presseberichter