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Kronospan, Kronospan, Kronospan

Es ist kaum zu glauben, dass ein Betrieb, der nicht in der Lage ist seine Probleme mit dem Gestank in den Griff zu bekommen, jetzt auch noch eine Anfrage auf einen Ausbau macht.

Wir möchten uns zu erst einen kleinen historischen Rückblick erlauben:

1994, als die Kronospan beabsichtigte auch einen Produktionsort in Luxemburg zu haben, da vernahm man schon kritische Stimmen, die sich gegen diese Firma wehrten, da die Geruchsbelästigungen aus dem Ausland schlieb lich sehr wohl bekannt waren. Diese Kritik wurde aber untergraben, da den Firmenleitern mehr geglaubt wurde als unseren Bürgern. Zu der Zeit hatte Herr M. Kaindl (Holzindustrie) beteuert seit Mitte 1993 würde ein weltweit einzigartiger Geruchskatalysator errichtet, wodurch auch die ohnehin seltene Geruchsbelästigungen bei Nachbarn der Vergangenheit angehören würden. Auch würde die Trocknung von Holzfasern für MDF-Platten unter völlig anderen Bedingungen geschehen,, so dass diese Geruchsemissionen schon gar nicht auftreten könnten. Kronospan hatte sich gegenüber Luxemburg verpflichtet, den neuesten Stand in Sachen Umweltschutz einzusetzen.

Das waren vielleicht schöne Sätze. Die Anrainer der Firma Kronospan können aber ein ganz anderes Lied davon singen. Sie wurden durch Lärm, Staub, Geruch und Gase belästigt. Man kann sich schon die Frage stellen wo, denn hier die innovativen Technologien verblieben sind. Es kommt einen in den Sinn, dass die Finanzspritze, die die Firma erhielt, um überhaupt nach Luxemburg gelockt zu werden (sic!), nicht in solche neuen Techniken gesteckt wurden. Die Firma bekam immerhin stolze 1,7 Milliarden alter Luxemburger Franken, ohne die Steuervergünstigungen , welche alle neuen Betriebe erhalten. Damit hätte man auch kleineren Betrieben auf die Beine helfen können.

Heute, also 9 Jahre später, will man ausbauen. Die Dossiers sind, wie immer, äub erst untransparent, so dass es dem interessierten Publikum sehr schwer fällt sich einen Einblick über die potentiellen Belastungen, die entstehen werden , zu machen. Man könnte davon ausgehen, dass eine solche Schlamperei beabsichtigt ist, um die Bürger davon abzuhalten sich einzuarbeiten.

Darüber hinaus verfährt die Firma nach der berühmten Salamitaktik. Es werden immer nur Anträge für einen Teilausbau gestellt. Die Firma verändert auch ständig intern wichtige Elemente der Produktionsanlage, neue Maschinen kommen hinzu, immer wieder finden kleine Prozeduren statt. Eine Prozedur aber für das gesamte Werk wird nie durchgeführt, so dass die wenigsten den Durchblick haben.

Schon beim Kommodo-Inkommodo-Verfahren von 2000 wurde von Seiten der MPU Mess- und Prüfstelle Technischer Umweltschutz GmbH betreffend der Geruchsbelastung mitgeteilt:

„...geht man von einer tolerierbaren Zusatzbelastung von ca. 5% aus, so würde diese für die o.g. Wohngebiete deutlich überschritten". Und jetzt, da noch weiter ausgebaut wird? Was nun? Genau dieser Satz steht nämlich wieder in den Dossiers. Ein Patzer vielleicht? Oder gewollt? Die Anrainer machen sich berechtigter Weise Gedanken um ihre Lebensqualität. Diese schwindet immer mehr. Je von wo der Wind bläst stinkt es zum Himmel, einmal für die einen und einmal für die anderen. Von der Lärmbelästigung haben wir noch überhaupt nicht gesprochen. Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen und müssen Einspruch erheben. Je mehr Bürger sich wehren, desto mehr Impakt hat es auf die Genehmigung. Hiermit stärken wir die Position unserer Gemeindeverantwortlichen.

Kronospan darf sogar die Abwasserkanäle benutzen ohne einen Cent dafür zu zahlen. Sie darf das Grundwasser kostenlos anzapfen und zu Produktionszwecken verwenden. Was wollen die noch mehr.

1998 legte die Gemeinde Sanem mit mehreren betroffenen Einwohnern Einspruch gegen eine Betriebsgenehmigung für die Firma Cloos SA ein. Das Hauptargument des Einspruchs war, dass es keine weiteren Betriebsgenehmigungen in diesem schon arg belasteten Gebiet geben dürfte, bevor eine Impaktstudie die Gesamtbelastung, durch Kronospan, Collectrice, Elektrostahlwerke, Ecotec,..., feststellen würde.

Jetzt bekamen sie recht, auf der ganzen Linie. Anstatt nach Salamitaktik immer wieder neue oder zusätzliche Genehmigungen oder Teilgenehmigungen auszustellen, sollte das Umweltministerium eine komplette Impaktstudie in Auftrag geben. Nur so könnte man die effektive Gesamtbelastung in unserer Gemeinde feststellen. Aber schon liegt ein neuer Kommodo der Kronospan auf dem Tisch. Diese Firma, die sich bis jetzt an fast nichts gehalten hat was sie versprochen hat. Trotzdem haben wir gute Karten und müssen davon profitieren. Sehen Sie nicht tatenlos zu, schreiben auch Sie ihren Einspruch. Zusammen für mehr Lebensqualität!!!

Besuchen sie mal die Seiten im Internet unter http://www.dmz-lampertswalde.de

Hier bekommen sie einen Einblick, dass unsere Probleme kein Einzelfall sind, sondern auch an anderen Orten, wo es eine Niederlassung der Kronospan gibt die gleichen sind. Wir sind keine Spinner, die zu sensibel sind oder die sich alles nur einbilden.

Myriam Cecchetti

Präsidentin der

Biergerinitiativ Gemeng Suessem

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