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Frequenz bedeutet Häufigkeit, also wie oft sich ein Vorgang während einer bestimmten Zeit
wiederholt. Wenn eine Schreibkraft jede Minute etwa 400 Buchstaben zu tippen vermag, dann beträgt
ihre Anschlag-Frequenz rund 400 Anschläge pro Minute. Allerdings ist diese Frequenz nicht
konstant (gleichbleibend), da wohl niemand in der Lage ist, die einzelnen Buchstaben in
gleichmäßigen zeitlichen Abständen zu tippen.
Nach den Regeln der Physik ist die Sekunde die Einheit der Zeit und dementsprechend die Frequenz
als "Schwingungen pro Sekunde" definiert. Die Einheit der Frequenz ist das Hz, benannt nach dem
deutschen Physiker Heinrich HERTZ (1857-1895). Im vorigen Beispiel ergäben das dann etwa 6.6 Anschläge
pro Sekunde, also 6.6 Hz. Wenn das Pendel einer Standuhr seine Bewegung nach zwei Sekunden erst wiederholt, dann
beträgt die Pendelfrequenz ein halbes Hertz (0.5 Hz). Der Quarzkristall einiger Quarzuhren verformt sich in
einer Sekunde eine Million mal, seine Schwing-Frequenz beträgt demnach eine Million Hertz.
Bei der Hin- und Herbewegung eines Elektrons entsteht abwechselnd ein magnetisches und ein elektrisches Feld.
Unter dem Begriff "Feld" versteht man die räumliche Umgebung, die dabei eine Veränderung erfährt. Je nachdem, ob das vibrierende Elektron gerade in
Bewegung ist, oder ob es gerade ruhend an einem der Wendepunkte angelangt ist, erzeugt es entweder ein magnetisches,
oder eben ein elektrisches Feld. Sowohl Hin-, wie auch Herbewegung bilden beide ein magnetisches Feld (jedoch
in entgegengesetzter Richtung, "Nord-" und "Südpol" sind jeweils vertauscht), und auch die beiden Wendepunkte erzeugen
voneinander verschiedene elektrische Felder, und so ist -wie beim Pendel- ein einzelner Schwingvorgang
erst dann vollständig abgeschlossen, wenn das Elektron tatsächlich wieder an der gleichen Stelle angelangt
ist. Die Feldveränderungen im umliegenden
Raum bewirken ihrerseits selbst erneute Feldveränderungen, sie "pflanzen" sich fort. In einiger Entfernung
zur Quelle verlaufen daher beide -elektrische und magnetische- Änderungen synchron.
Auf diese Weise durchdringen die elektromagnetischen Schwankungen den Raum mit Lichtgeschwindigkeit
(im Vakuum: 299792458 Meter pro Sekunde !) und wirken auch noch in großer Entfernung.
Ein anderes Elektron, das nun solchen elektromagnetischen Wechselfeldern ausgesetzt ist, wird durch diese beeinflußt und
in Bewegungen mit der gleichen Frequenz versetzt, je nach Entfernung in entsprechend abgeschwächter Amplitude.
Jede Art der Funkübertragung (Radio, Fernsehen, Satellitenkommunikation, Handy usw.) beruht auf diesem Prinzip.
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