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3D VIRTUAL DEVELOPMENT SERVICES: http://homepages.internet.lu/absolute3d/default.htm |
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Digitale Quarz-Oszillatoren
copyright 2004: Claude Jacobs from original site: http://homepages.internet.lu/absolute3/tronic/default.htm |
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Abb.1 zeigt das Ersatzschaltbild eines Quarzes. Der eigentliche Quarz entspricht dabei der R-C-L-Reihenschaltung.
Die -meist aufgedampften- Elektrodenflächen bilden die unvermeidliche Zusatzkapazität Cq, beide Elektroden mit dem
Metallgehäuse stellen Ca und Cb dar. Zusammen mit den äußeren Kondensatoren ergeben sie die statische
Lastkapazität Co und sind mitverantwortlich für Grundfrequenz, Obertöne und (meist unerwünschte) Nebenresonanzen.
Jeweils zwischen serieller (fser) und paralleler (fpar) Resonanz ist der Blindwiderstand induktiv, außerhalb
dieses Bereiches kapazitiv (siehe Abb.2). In der Praxis jedoch schwingt der Quarz in der Nähe der Serienresonanz
(kleinster Widerstand), kann aber durch die umliegenden passiven Bauteile etwas hin zur parallelresonanten Frequenz
(Antiresonanz) "gezogen" werden. In der Nähe der Parallelresonanz arbeitet er jedoch unzuverlässig.
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Die direkte Rückkopplung über Rbias (bei CMOS etwa 500k bis mehrere MegaOhm) dient zur Erzeugung einer
Hilfsvorspannung am Inverter-Eingang, zählt also nicht zu den frequenzbestimmenden Elementen. Dadurch verlagert
sich der Arbeitspunkt des Inverters in dessen Verstärkerbereich, und das nach dem Einschalten vorhandene
Rauschen verleitet den Oszillator eher zum Anschwingen.
Die deutlich niedrigeren Eingangsimpedanzen der TTL-Gatter (Abb.4) benötigen eine stabilere Vorspannung,
und um das über den Quarz zurückgeführte schwache Signal nicht zu sehr von dem nunmehr kleineren Widerstand
mit den recht hohen Ausgangsschwankungen zu beeinträchtigen, wird ein Tiefpaß vorgeschaltet. Der Kondensator glättet
dabei die Rechtecksignale des Ausgangs und erzeugt so eine mehr oder weniger konstante Vorspannung
(etwa halbe Betriebsspannung).
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Auch hier erzeugen die Rückkoppelwiderstände Vorspannungen, die den Arbeitspunkt der
Inverter in ihren lineraren Verstärkerbereich verschieben. In Abb.8 trennt ein Koppelkondensator
den Gleichspannungsanteil zwischen beiden Stufen. Mit einem dem Quarz seriell hinzugefügten Drehkondensator
(Abb.9) läßt sich die Frequenz innerhalb eines schmalen Bereiches "ziehen". Für Oberwellenquarze eignet sich
die Schaltung nach Abb.10: zwischen beiden Inverterstufen liegt ein L-C-Serienschwingkreis, der den
Oszillator auf die Sollfrequenz "zwingt", indem er alle anderen Frequenzen unterdrückt.
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In vielen Einsatzbereichen kann das fehlerhafte Schwingen des Oszillators schwerwiegende Folgen für
ganze Anlagenzweige nach sich ziehen. Kommt es auf sicheres Schwingverhalten an, dann werden auch
Quarzoszillatoren im Digitalbereich mit diskreten Bauteilen aufgebaut. Auf diese Weise sind die
Herstellerangaben aller Elemente meist ausreichend bekannt und erlauben gezielte, auf die jeweiligen Quarzdaten
abgestimmte Berechnungen. Abb.14 und Abb.15 zeigen identische Pierce-Oszillatoren, jeweils verschieden gezeichnet.
Erstere erinnert an die Darstellungsart, wie sie auch in CMOS-Schaltskizzen (siehe oben Abb.3 bis Abb.6)
verwendet wird. Abb.16 zeigt ebenfalls eine Pierce-Schaltung, jedoch wird hier die nötige Basis-Vorspannung
mit einem Spannungsteiler aus der Betriebsspannung gewonnen.
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copyright 2004: Claude Jacobs, G.-D. of Luxembourg |
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Weiterführende Links: Das große Quarzkochbuch im PDF-Format, von Bernd Neubig und Wolfgang Briese |
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